Nur eine weitere bittersüße Geschichte
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Ich sitze da und meine sehnsucht überfällt mich plötzlich. Wie ein platzregenschauer. Unvorbereitet. Heftig. Man spürt wie die tropfen auf den kopf tropfen. Auf die arme. Auf die beine. Überall hin. Man ist versucht nach oben zu blicken. Die augen zu schließen. Den mund zu öffnen. Die zunge auszustrecken. Einfach den regen auf sich wirken zu lassen. Zu verschwinden. Ein teil dieser umwelt zu sein. Warme luft die einen umgibt. Regen den man auf sich spürt, tropfen die am körper hinunterlaufen, das gefühl lebendig zu sein. Teil eines großen. Frieden. erfüllung? Doch sehnsucht ist anders. Sie fässt mich an, schüttelt mich, lässt mich nicht los. Ich spüre ihre klammen finger. Sie streichen mir liebevoll über die wange, voller zärtlichkeit. Mit der zärtlichkeit nach der ich mich gerade sehne. Aber die berührung fühlt sich trotzdem seltsam an. Unpassend irgendwie. Denn sehnsucht ist doch kein schönes gefühl. Jedenfalls im seltensten fall. Ich würde gerade gerne wärme spüren. Zärtlichkeit. Liebe. Das gefühl gebraucht zu werden. Einfach ihn. Es macht mich gerade traurig. Ich wäre gerne bei ihm. Ich würde soviel dafür geben gerade in seinen armen zu liegen. Festgehalten zu werden. Ein streicheln auf der wange zu spüren. Seine finger die durch meine haare fahren. Zu spüren wie er mit einer haarsträhne spielt. Den geruch der haare einatmet. Aufsaugt. Liebevoll. Intensiv. Ein kuss auf die stirn. Ein liebevoller blick. Stille. Ich könnte weinen bei dem gedanken an seine berührungen die mir so gut tun. Die ich aufsauge. Wie ein kleiner schwamm. Gierig. Dort bleiben sie gespeichert. Ich zehre von ihnen. Sie bedeuten mir viel. Zu viel? Ich denke nein. Es ist nicht abhängigkeit. Das ist verzweiflung bei dem gedanken. Ich spüre sehnsucht. Es ist nicht abhängigkeit. Das ist depression. Ich spüre bittersüße traurigkeit diesen moment nicht mit ihm teilen zu können. Gefühle sind facettenreich. Können so und so ausgelegt werden. Aber ich weiß wie ich meine gefühle auslegen soll. Es ist liebe sagt mein verstand. Keine abhängigkeit. Abhängigkeit ist das gegenteil von liebe. Abhängig zu sein bedeutet nicht jemanden zu brauchen, das gefühl zu haben jemanden zu brauchen. Es ist nicht das gefühl dass man mit jemandem sein leben teilen will. Vielleicht nicht das ganze, aber eine zeit. Vielleicht auch eine längere. Es bedeutet nicht angst zu haben, vor schmerz, verlust des anderen. Das alles ist es nicht. Nicht in dieser form. Sie sind ehrlich. Abhängigkeit ist es nicht. Wahnsinn. Das ist es. Eingebildete eindrücke. Es wäre zu langwierig um es zu erklären. Doch wenn man sie fühlt, weiß man genau wovon ich rede. Wenn man es sich eingestehen will. Meine sehnsucht lacht ein wenig. Sie ist froh zu sein wer sie ist. Und ich bin es auch. Es ist viel schöner sie zu spüren. Sie in meinem herzen wohnen zu lassen. Auch wenn ich dieses gefühl nicht genieße. Nicht an sich. Ich genieße nur das gefühl sie an der stelle der abhängigkeit zu wissen. Zu wissen, dass ich jemanden habe. An den ich denken kann. Bei dem ich momente erlebe, an denen alles perfekt scheint. Mit dem ich zeit verbringe, in der alles still ist. Alles unwichtiger als sein druck auf meiner hand, meinem gesicht. Sein blick der auf mir ruht. Der moment in dem er mich küsst. es sind auch gefühle der dankbarkeit die danach kommen. Schwerelosigkeit. Manchmal auch leichte bitterkeit. Weil ich ihn bald verlassen muss. Manchmal auch freude, weil ich weiß ich werde ihn wieder sehen. Manchmal auch angst, weil ich angst habe ihn zu verlieren, diesen augenblick nicht mehr zu erleben. Manchmal auch hoffnung. Dass er sich auch so fühlt. Dass er bei mir auch das gefühl hat, wenn auch nicht manchmal, vielleicht auch selten, aber es ist da. Das gefühl für eine zeit angekommen zu sein. Einen moment der bedürfnislosigkeit. Sprachlos zu sein, weil man alles hat was man braucht. Das gefühl man selber sein zu können. Schwäche zeigen zu können. Weil man weiß dass der andere einen festhalten wird. Zuhört. Umarmt. Lächelt. Vielleicht auch nur einen blick zuwirft. Bei dem man weiß dass der andere versteht. Das es okay ist so zu sein. Mit seinen kleinen fehlern. Ich hoffe er hat das gefühl sich bei mir fallenlassen zu können. Mir seine gedanken mittzuteilen. Sich nicht zurückhalten zu müssen. Keine angst vor gefühlen. Sie zu zeigen. Ob gut oder schlecht. Keine angst vor abhängigkeit. Das ist nicht nötig. In einem guten miteinander wird sie niemals entstehen. Die zeichen die sie ankünden sind so deutlich dass man sie im voraus erkennen kann. Keine angst, nicht diese angst. Angst vor verlust, die hat jeder. Ich auch. Loslassen kann man wenn die zeit reif ist. Bereit sein. Furchtlos. Obwohl, so denke ich niemand komplett furchtlos ist. Oder vielleicht nur die wenigsten. Wenn gefühle im spiel sind, hat jeder angst. Meine versteckt sich. Sie spielt mit der wut. Die beiden kommen heute nicht raus. Ein schöner tag. Die sehnsucht und die liebe, sie streiten sich gerade ein bisschen. Doch beide scheinen den zweifel zu ignorieren. Er liegt zu ihren füßen, betrachtet sie, doch agiert nicht. Ich sitze da und sehe sein bild an. Er ist schön. So schön. Ich mag es ihn anzusehen. Manchmal sagt er es stört ihn. Ich gestehe ab und zu will ich ihn ärgern. Aber sein gesicht fasziniert mich. Und dann ist da wieder diese sehnsucht wenn er über einen längeren zeitraum nicht liebevoll zurückblickt. Die sehnsucht nach der erwiderten zuneigung…





Ich weiß nicht mehr genau wann ich dachte es würde aufhören. Es gab einen zeitpunkt zu dem ich es wirklich dachte. Und ich war wirklich davon überzeugt. Warum auch immer. Nennt es dummheit, naivität, blinde hoffnung oder ähnliches das einen träumerisch werden lässt. Das einen glücklich macht und man ist so dumm und denkt es hält an und man braucht sich nicht mehr weh zu tun weil der andere einem so gut und nicht weh tut dass dieses innere leuchten für immer strahlt. Man lag auf dem bett. Hielt sich fest, redete, weinte und lachte. Und im innern wusste man dass da endlich eine ära des glücks wäre die auf einen wartete. Und dass man endlich jemanden hat der einen so lieb hat dass es egal ist ob man sich selber mag. In diesem moment denkt man nicht anders. Dieses gefühl der zufriedenheit, der momentanen wohltuenden stille die einen selber so erfüllt, es war so überwältigend. Wer hätte als kleine verletzte nach liebe und sicherheit ausgehungerte person nicht dort an diesem ort zu dieser zeit die ewigkeit gefühlt. Weil die ewigkeit so tröstend wäre. So zärtlich. Einen umarmend, selbst im tode wenn man alleine ist. In diesen momenten in denen man stirbt weil es nicht anders geht. Weil es nicht zu ertragen wäre was sonst mit uns geschieht. Dann wäre sie da und täte uns so gut. Dieses ewig scheinende licht dass uns wärmen würde.
Aber ich spüre schon seit langem wie es schwächer wird. Es wird immer dämmriger in meinem zimmer, ich sehe den mond draussen am himmel stehen und weiß irgendwann wird er höhnisch auf mich herabblicken bis auch er mich mit einem gehässigen lächeln verlässt. Die schatten kriechen durch den raum und ich sehe wie sie wie züngelnde feuerflammen sich ausbreiten und eisigkalt nach mir greifen, während ich versuche zu ertragen. Ertragen klingt so schrecklich passiv, aber dennoch ist es das nicht. Es braucht soviel mut und soviel kraft nicht wahnsinnig zu werden obwohl die kraft der mühe umsonst ist weil man es ja doch wird. Ich merke wie der schatten wieder meinen arm umschlingt und ich weiß es wird wieder weh tun.
Denn die ewigkeit kam nicht zu mir. Sie wollte nicht. Und dabei hatte ich es so gehofft. Ich hatte sie gebeten, hatte gebettelt, war auf die knie gefallen und auf dem boden gekrochen. Und doch war es alles umsonst. Wenn es nicht so sinnlos wäre würde ich noch mehr weinen. Aber es geht nicht. Alle tränen sind längst weg auf dem langen weg der wiederkehrenden einsamkeit auf den sie sich so geweigert hatten zu gehen. Ich habe sie nicht gern losgeschickt, viel lieber hätte ich sie auf seinen wangen gesehen, aber es ist zu spät. Nun sind sie weg und kommen nicht wieder und ich weiß bald begegnen ihnen die alten ängste und träume – alpträume – die sich den depressiven kunden sei dank kreischend und heulend voller fanatismus und eifer umdrehen um ihr rückkehr zu zelebrieren. Sie stapfen eifrig auf mich zu, ich höre ihre schritte und weiß dass sie bald hier sein werden. Vllt hält sie jemand auf aber dennoch werden sie wiederkehren, wiederkommen und mich umarmen. Mit einem verachtenden lachen. Sie werden mir vorwerfen ich wäre töricht gewesen. Wie konnte ich denken ich würde sie los sein? Sie stossen mich umher und die nächsten kleinen tropfen erleichtern den moment um mich in einen weiteren teufelskreis zu stürzen. Denn nun werden noch mehr ängste kommen. Wie konnte ich nur so naiv sein und glauben dem moment trauen zu können. Ich hätte wissen sollen dass es vergänglich ist und dass mein tiefer glaube dem fanatischen gelächter der dunklen gleicht. Hätte ich es nur geahnt, hätte ich nur nicht gehofft. Warum hat er mich hoffen lassen? Was hatte er dass ich glaubte und hoffte? Die antwort ist zu komplex als sie beantworten zu können.

schluss fehlt .....



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